Massentierhaltung: Für viele Tierfreunde ist dieser Begriff ein rotes Tuch. Wer sich jedoch sachlich mit dem Thema auseinander setzt, stellt schnell fest, dass diese negativ besetzte Bezeichnung auf die moderne Wirtschaftsgeflügelhaltung nicht zutrifft. Die Putenhaltung ist durchaus mit dem Tierschutz vereinbar. Schließlich sagt allein die Anzahl der Tiere in einem Stall noch nichts über ihr Wohlbefinden aus. Das gilt insbesondere für Puten, denn sie sind Herdentiere. Zudem achten die deutschen Putenerzeuger strikt auf die tiergerechte Unterbringung und Versorgung der ihnen anvertrauten Tiere – und das von der Geburt über die Aufzucht bis hin zur Schlachtung. Dabei spielt auch die Fütterung eine große Rolle.
In Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, leben Puten äußerst selten in Freilandhaltung. Und das aus gutem Grund: Diese Haltungsform birgt für die Tiere viele Nachteile. So stufen Experten beispielsweise das Erkrankungsrisiko weitaus höher ein als bei der Putenaufzucht in Offenställen.
Bodenhaltung in offenen Ställen, in die das Tageslicht einfällt und in denen die Puten an der frischen Luft stehen, ist in Deutschland Standard.