 |
Nur eine gesunde Pute ist eine gute Pute Die deutschen Putenerzeuger verzichten grundsätzlich auf Antibiotika zur Leistungsförderung. Diese freiwillige Selbstverpflichtung ist einmalig in Europa. Dennoch erfolgt die Putenaufzucht in Deutschland nicht vollständig ohne Medikamente, denn das wäre für die Tiere äußerst gefährlich und unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes unverantwortlich. Vorgeschrieben ist die Impfung der Küken gegen die so genannte Newcastle-Disease, eine seuchenähnliche Viruserkrankung. Während der Mast kann es natürlich trotz der umfassenden Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen passieren, dass Puten erkranken. Dann untersucht sie ein Facharzt, der über den Einsatz von Medikamenten entscheidet. Nur der Veterinär ist dann auch berechtigt, amtlich zugelassene Arzneimittel zu verabreichen.
Garantiert keine Medikamente im Fleisch Damit stets nachvollziehbar ist, welche Medikamente die Puten erhalten haben, muss der Landwirt die Belege fünf Jahre aufheben. Behandelt der Veterinär ein Tier mit Arzneimitteln, wird es erst nach einer bestimmten Wartezeit geschlachtet. Währenddessen kann der Körper die Wirkstoffe abbauen. Ein Amtstierarzt überprüft, dass nur völlig gesunde Puten geschlachtet werden. Anschließend begutachtet er jeden Tierkörper noch einmal. Dank dieser unfangreichen Kontrollen kommt nur gesundes Fleisch in den Handel.
 
|
 |